Diese drei Begriffe, eigentlich sind es ja nur Abkürzungen, werden bei der Planung von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, Ladestationen oder auch bei der Anschaffung von Batteriespeichern und E-Autos oft verwendet. Genau so oft werden sie allerdings auch durcheinander gebracht, womit wir hier kurz aufräumen möchten:
kW (Kilowatt)
Im Prinzip handelt sich in allen drei Fällen um eine Angabe in Watt, abgekürzt W. Eine Wattangabe beschreibt die elektrische Leistung, physikalisch das Produkt aus Spannung (Volt, V) und Strom (Ampere, A). Das kleine „k“ vor dem Watt, steht für „Kilo“, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet tausend (also 1.000). Daher ist 1 kW dasselbe, wie 1.000 Watt (W).
kWp (Kilowatt-Peak)
Wenn hinter dem „kW“ noch ein „p“ kommt, dann wird das Kilowatt-Peak (kWp) gesprochen. Peak ist Englisch, heißt Spitze und gibt an, welche Spitzenleistung ein Photovoltaik-Modul unter optimalen Bedingungen haben kann. In Deutschland werden diese optimalen Bedingen in der Regel nur in zwei bis drei Monaten des Jahres erreicht, zwischen April und Juni – und auch dann nur zur Mittagszeit, an einem wolkenfreien Tag, wenn die Sonne im Zenit steht und es ansonsten noch möglichst kühle Lufttemperaturen gibt.

kWh (Kilowattstunde)
Kommt hinter dem „kW“ dagegen noch ein „h“, spricht man von Kilowattstunde. Dann ist keine Leistung mehr gemeint, sondern eine Energie bzw. Kapazität. Dieser Wert entspricht einer durchschnittlichen Leistung über die Zeitspanne von exakt einer Stunde. Erzeugt eine Photovoltaik-Anlage eine Stunde lang konstant 3 kW, wird sie nach 60 Minuten 3 kWh Energie erzeugt haben. Generiert dieselbe Anlage 30 Minuten 3 kW und die anderen 30 Minuten 6 kW, wird sie nach einer Stunde 4,5 kWh erzeugt haben. Bei den Verbrauchsangaben ist es dasselbe.
Ein Praxis-Beispiel: Angenommen ein E-Auto hat einen eingebauten Batteriespeicher von 70 kWh. Der Ladevorgang an der Wallbox zu Hause erfolgt mit 11 kW. Dann würde es ungefähr 6,36 Stunden brauchen, bis der Akku von 0 auf 100% geladen ist, denn 70 : 11 = 6,36. Würde derselbe Akku an einer Autobahn-DC-Ladestation mit 100 kW geladen werden, bräuchte es rein rechnerisch nur 0,7 Stunden, also 42 Minuten. In der Praxis verhält sich das aber etwas anders, da leere Akkus deutlich schneller und fast volle Akkus nur gedrosselt geladen werden.